Wunschtermin

All‑on‑4 Implantate vs. konventionelle Implantate: Welche Methode ist die richtige für Sie?

Kurz zusammengfasst
All-on-4 oder konventionelle Implantate? Wir vergleichen beide Methoden hinsichtlich Ablauf, Heilungszeit und Ergebnis, damit Sie die passende Lösung finden.

Inhaltsverzeichnis

zahnarzt-beratung-zu-konventionellen-implantaten-und-all-on-4-implantaten-bei-zahnverlust

All-on-4 Implantate und konventionelle Implantate im Vergleich: Grundlagen und Standardverfahren

Grundlagen und Standardverfahren

Konventionelle Implantate:

Konventionelle Implantate werden in ausreichendem Knochenvolumen verankert und dienen meist als Basis für Einzelkronen oder Brücken, um die Kaufunktion und Ästhetik wiederherzustellen.

Die klassischen Implantate bestehen dabei aus zwei Teilen: Dem Implantatkörper, welcher in den Kieferknochen eingesetzt wird, und dem Implantataufbau (auch Abutment genannt), welcher als Bindeglied zum Zahnersatz fungiert. Traditionelle Implantate können einen oder mehrere Zähne ersetzen und sind dementsprechend perfekt um individuelle ästhetische Wünsche zu erfüllen. Dieses Verfahren hat sich über Jahrzehnte bewährt und bietet eine hohe Stabilität und Langlebigkeit.

Im Gegensatz dazu steht die All-on-4 Methode.

All-on-4 Implantate:

Bei All-on-4 Implantaten wird ein kompletter Zahnbogen mithilfe von nur vier Implantaten stabilisiert – zwei Implantate gerade, zwei weitere schräg im Kiefer. Diese werden strategisch so positioniert, dass selbst bei Patienten mit geringem Knochenangebot ein sicherer Halt gewährleistet werden kann. Die All-on-4 Methode ist somit ein revolutionäres Konzept und wurde speziell entwickelt, um fest mit Ihrem Kieferknochen zu verwachsen und Ihnen eine dauerhafte und stabile Lösung zu bieten, die sich anfühlt und aussieht wie Ihre natürlichen Zähne.
Besonders ist hier, dass bereits am Tag der Implantation ein provisorischer Zahnersatz eingesetzt werden kann. Also ein Ideales Konzept für alle, die sich feste Zähne an einem Tag wünschen!

Zahnarzttipp von Dr. Machon:

„Viele Patienten kommen zu mir mit der Sorge: „Mein Kieferknochen ist zu weit zurückgegangen, für mich gibt es keine festen Zähne mehr." Das stimmt in den meisten Fällen nicht. Genau dafür wurde All-on-4 entwickelt. Durch die schräge Positionierung der hinteren Implantate nutzen wir den Knochen, der noch da ist, und kommen oft ganz ohne Knochenaufbau aus."

Materialien

Die Wahl des Materials ist ausschlaggebend für die Verträglichkeit und Langlebigkeit eines Implantats. In der konventionellen Implantologie kommen meist biokompatible Materialien wie Titan oder Keramik zum Einsatz. Titan gilt aufgrund seiner Stabilität und langen Erfolgsbilanz als Standardmaterial – vor allem bei Lösungen wie All-on-4, bei denen der gesamte Zahnbogen mit nur vier Implantaten versorgt wird.
Keramikimplantate bieten eine metallfreie Alternative und zeichnen sich durch eine besonders gute Verträglichkeit aus. Sie werden vor allem für einzelne Zahnimplantate oder kleinere Brücken verwendet. Für umfangreiche Versorgungen wie All-on-4 sind sie aktuell noch nicht geeignet.

Behandlungsdauer und Ablauf

Ein entscheidender Unterschied zwischen den Methoden liegt in der Zeitplanung: All-on-4 Implantate ermöglichen eine Sofortversorgung. Bereits innerhalb von 24 Stunden nach der Implantation kann hier ein provisorischer Zahnersatz eingesetzt werden.
Bei konventionellen Implantaten ist häufig ein mehrmonatiger Ablauf mit mehreren Eingriffen notwendig – insbesondere wenn ein Knochenaufbau erforderlich ist.

All-on-4 Implantate:

Diagnostik & Planung

Implantationstag

Heilungsphase

Endprothese

Nachsorge & Kontrolle

Sie möchten wissen, ob feste Zähne an einem Tag für Sie infrage kommen? Wir klären das gerne persönlich mit Ihnen.

Jetzt Rückruf anfordern

Konventionelle Implantate (All-on-6 oder All-on-8):

Erstuntersuchung & Beratung

Knochenaufbau (falls notwendig)

Implantationstag

Heilungsphase

Freilegung der Implantate

Nachsorge & Kontrolle

Die Vorgehensweise bei All-on-6 und All-on-8 ist aufwändig, bietet jedoch maximale Sicherheit und gewährleistet optimale ästhetische als auch funktionelle Ergebnisse.

Knochenaufbau und Voraussetzungen

Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Verfahren liegt in den Anforderungen an die Knochensubstanz.
Konventionelle Implantate benötigen ein ausreichend starkes Knochenvolumen, was bei vielen Patienten, die über einen längeren Zeitraum Zähne verloren haben, nicht mehr gegeben ist. In diesen Fällen ist ein Knochenaufbau unumgänglich, was die Behandlungsdauer verlängert und die Kosten erhöht.

Die All-on-4 Methode wurde genau für solche Situationen entwickelt. Das Konzept punktet durch die schräge Implantatpositionierung im hinteren Bereich, wodurch eine größere Kontaktfläche zum Kieferknochen entsteht und die Einheilung in den Knochen (auch Osseointegration genannt) beschleunigt wird. Selbst bei wenig Knochenvolumen kann so oft auf zusätzliche Eingriffe verzichtet werden und die Behandlung in einer einzigen Sitzung durchgeführt werden.

zahnarzt-vorbesprechung-all-on-4-implantate-all-on-4-kosten

Lesetipp:

Sie sind noch unsicher, ob ein Zahnimplantat für Ihre Situation überhaupt das Richtige ist? In diesem Artikel erfahren Sie, für wen ein Zahnimplantat geeignet ist und für wen nicht: Zahnimplantat: Für wen es geeignet ist – und für wen nicht"

Die Vor- und Nachteile im Vergleich

All-on-4 Zahnersatz: Vorteile

Die All-on-4 Methode ermöglicht es, mit minimalem chirurgischen Aufwand eine vollständige, festsitzende Zahnreihe herzustellen. Dies geschieht dabei oft innerhalb einer einzigen Sitzung, in der die Implantate gesetzt und das Provisorium befestigt werden. Weil dadurch weniger Implantate benutzt werden, sind sowohl die Kosten als auch die körperliche Belastung geringer. Zudem ist das Verfahren ideal für Patienten, die Angst vor umfangreichen Eingriffen haben oder gesundheitlich eingeschränkt sind.

Auf einen Blick:

Klassische Implantate: Vorteile

Konventionelle Implantate bieten durch die größere Anzahl an Pfeilern eine höhere Flexibilität bei der Gestaltung des Zahnersatzes. Sie ermöglichen eine sehr individuelle Anpassung an ästhetische Wünsche und bieten gerade bei Einzelzahnlücken oder sehr komplexen Fällen eine optimale Lösung. Die Erfolgsraten sind bei richtiger Pflege sehr hoch.

Auf einen Blick:

Nachteile und mögliche Risiken beider Methoden

Auf einen Blick:

Beide Methoden erfordern eine gründliche Nachsorge und konsequente Mundhygiene, um Entzündungen oder im schlimmsten Fall den Verlust des Implantats zu vermeiden.

Entscheidungshilfe für Patienten

Wann ist also welche Methode sinnvoll?

All-on-4 Implantate kommen für Patienten infrage, die:

Konventionelle Implantate eignen sich besonders bei:

Kostenfaktoren: Warum All-on-4 Implantate oft günstiger sind

Die Gesamtkosten für Zahnimplantate hängen von mehreren Faktoren ab. Liegt zum Beispiel eine Parodontitis vor, muss diese zuerst behandelt werden, bevor Implantate eingesetzt werden können. Häufig ist außerdem eine 3D-Röntgenaufnahme nötig, die sogenannte Digitale Volumentomographie (DVT), die zusätzliche Kosten verursacht.

Grundsätzlich gilt: Weniger Implantate bedeuten geringere Kosten. Die All-on-4 Methode ist daher oft deutlich günstiger, da weniger Eingriffe und Materialien nötig sind. Bei klassischen Verfahren wie All-on-6 oder All-on-8 ist dagegen häufig ein vorheriger Knochenaufbau erforderlich, der langwierig, aufwändig und entsprechend teuer sein kann.

Da sich die All-on-4 Behandlung auch bei wenig Knochensubstanz durchführen lässt, sparen Sie sich diesen Schritt und die damit verbundenen Folgekosten.

Lesetipp:

Sie möchten mehr über die Kosten erfahren?
Für klassische Implantate lohnt sich unser Artikel: „Was kostet ein Zahnimplantat? Der ehrliche Preisüberblick"
Und alles zu den Kosten der All-on-4 Behandlung finden Sie hier: „Was sind die Kosten für eine All‑on‑4 Behandlung – & wie lässt sie sich finanzieren?"

all-on-4-implantate-kosten-beratung-zahnarzt-all-on-4-kosten

Fazit

All-on-4 Implantate und konventionelle Implantate sind zwei moderne und effektive Wege zum festen Zahnersatz. Welche Methode die richtige ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Entscheidung hängt immer von Ihren individuellen Voraussetzungen ab: dem Knochenzustand, dem Budget, Ihrem Komfortwunsch und Ihrer Lebenssituation.

Wer eine schnelle und kosteneffiziente Lösung ohne Knochenaufbau sucht, ist mit All-on-4 gut beraten. Wer dagegen größten Wert auf maximale Individualität und langfristige Ästhetik legt, profitiert eher von der konventionellen Methode.

Eines haben beide gemeinsam: Ein Zahnimplantat ist weit mehr als eine optische Verbesserung. Es kann die Lebensqualität spürbar steigern. Genau deshalb sollte die Wahl gut überlegt sein, und vor allem in den Händen einer Praxis liegen, die über die nötige Fachkompetenz und Spezialisierung verfügt.

Jetzt Wunschtermin vereinbaren

Sie kommen aus Stuttgart, Karlsruhe, Augsburg, Ulm, Tübingen oder Umgebung? Dann ist der Weg zu uns nach Nürtingen kürzer, als Sie denken.
In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit für Sie und schauen gemeinsam, welche Lösung wirklich sinnvoll ist – für gesunde, starke und schöne Zähne!

Jetzt Rückruf anfordern

Welche Wege zu schönen Zähnen führen – von Prophylaxe über ästhetische Zahnmedizin bis hin zu Implantologie und biologischer Zahnmedizin – erfahren Sie in unserem großen Überblicksartikel „Schöne Zähne bekommen: Ihre Möglichkeiten“.

FAQ zum Thema „All-on-4 Implantate vs. konventionelle Implantate"

Was ist der Unterschied zwischen All-on-4 Implantaten und konventionellen Implantaten?

Der wichtigste Unterschied liegt in der Anzahl der Implantate und im Behandlungsablauf. Bei All-on-4 wird ein kompletter Zahnbogen mit nur 4 Implantaten stabilisiert, wobei die beiden hinteren schräg gesetzt werden, um den vorhandenen Knochen optimal zu nutzen. Konventionelle Verfahren wie All-on-6 oder All-on-8 benötigen dagegen 6 bis 8 Implantate pro Kiefer.

Auch beim Zeitfaktor unterscheiden sich die Methoden deutlich. All-on-4 Implantate ermöglichen eine Sofortversorgung mit festen Zähnen an einem Tag, während bei konventionellen Implantaten oft ein mehrmonatiger Ablauf mit mehreren Eingriffen nötig ist, vor allem dann, wenn vorher ein Knochenaufbau erforderlich wird.

Vereinfacht gesagt: Die All-on-4 Methode ist meist schneller und kosteneffizienter, während die konventionelle Methode mehr Spielraum für individuelle ästhetische Lösungen bietet.

Für wen eignet sich die All-on-4 Methode besonders?

Die All-on-4 Methode eignet sich besonders für Menschen, die einen kompletten Kiefer oder beide Kiefer mit festem Zahnersatz versorgen möchten. Auch wer aktuell eine herausnehmbare Prothese trägt und sich eine festsitzende, komfortablere Lösung wünscht, ist hier oft gut aufgehoben.

Ein großer Vorteil: All-on-4 Implantate funktionieren in vielen Fällen auch dann, wenn nur noch wenig Knochensubstanz vorhanden ist. Patienten, denen bei klassischen Methoden ein aufwändiger Knochenaufbau bevorstehen würde, können so häufig schneller und schonender versorgt werden.

Sind feste Zähne an einem Tag wirklich möglich?

Ja, feste Zähne an einem Tag sind dank der All-on-4 Methode tatsächlich möglich. Bereits innerhalb von 24 Stunden nach der Implantation kann ein festsitzender provisorischer Zahnersatz eingesetzt werden, den Sie vorsichtig belasten dürfen.

Möglich macht das die schräge Positionierung der hinteren Implantate, die dem Zahnersatz von Anfang an einen stabilen Halt gibt. So verlassen Sie die Praxis noch am Behandlungstag mit „festen dritten Zähnen“, ganz ohne die monatelange Wartezeit, die bei klassischen Implantaten oft nötig ist.

Wichtig zu wissen: Der erste Zahnersatz ist ein hochwertiges Provisorium. Die endgültige Brücke wird erst nach der vollständigen Einheilung angefertigt, da sich der Kiefer in dieser Phase noch leicht verändert.

Wie natürlich sehen All-on-4 Zähne aus?

All-on-4 Zähne sehen heute sehr natürlich aus und sind für Außenstehende kaum von echten Zähnen zu unterscheiden. Der Zahnersatz wird individuell an Ihre Gesichtsform, Ihre Zahnfarbe und Ihre Bissverhältnisse angepasst, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht.

Für das endgültige Ergebnis kommen hochwertige Materialien wie Zirkonium zum Einsatz, die das natürliche Lichtspiel echter Zähne überzeugend nachahmen. Auch der Übergang zum Zahnfleisch wird so gestaltet, dass er möglichst echt wirkt.

Ein angenehmer Nebeneffekt: Da ein kompletter Zahnbogen neu gestaltet wird, lassen sich auch frühere ästhetische Probleme wie Lücken, Verfärbungen oder ungleichmäßige Zähne gleich mit korrigieren.

Aus welchem Material besteht All-on-4 Zahnersatz?

Beim All-on-4 Zahnersatz unterscheidet man zwischen den Implantaten selbst und der darauf befestigten Brücke. Die vier Implantate bestehen in der Regel aus Titan, das sich durch seine hohe Stabilität und seine jahrzehntelang bewährte Verträglichkeit auszeichnet und sich besonders gut mit dem Kieferknochen verbindet.

Der provisorische Zahnersatz, den Sie direkt am Behandlungstag erhalten, besteht meist aus PMMA, einem hochwertigen Kunststoff. Die endgültige Brücke wird nach der Einheilung gefertigt und besteht häufig aus Zirkonium, das besonders stabil ist und optisch sehr natürlich wirkt.