Warum sind schöne Zähne so wichtig?
Studien besagen, dass nur ein kleiner Augenblick für Menschen genügt, um sich ein Bild von dem Gegenüber zu machen. Wenige Millisekunden entscheiden darüber, ob wir attraktiv, sympathisch, vertrauenswürdig oder intelligent wirken.
Unser Lächeln spielt dabei eine wesentliche Rolle. Gerade und weiße Zähne vermitteln Selbstvertrauen, Empathie oder auch Kompetenz. Verfärbte Zähne oder Fehlstellungen wirken hingegen oft ungepflegt und beeinflussen unser Erscheinungsbild negativ.
Hier kommt die ästhetische Zahnmedizin ins Spiel. Diese kann sowohl die Funktionalität als auch Schönheit Ihrer Zähne verbessern.
Ein besonders beliebtes Verfahren zur Verbesserung der Zähne sind Veneers.
Lesetipp:
Veneers sind nur eine von vielen Möglichkeiten der ästhetischen Zahnmedizin. Welche Behandlungen es noch gibt und was heute möglich ist, erfahren Sie hier: „Ästhetische Zähne: Was die moderne Zahnmedizin heute möglich macht"
Doch was sind Veneers überhaupt und wie funktionieren sie?
In der Zahnmedizin hat sich die moderne Korrekturmethode der Venners über die letzten Jahre vielseitig bewährt und stark an Bedeutung gewonnen. Sie bietet eine innovative und weniger invasive Alternative für gesundheitliche und ästhetische Probleme im Vergleich zu anderen zahnärztlichen Verfahren.
Doch trotz das Veneers viele Vorteile mit sich bringen, ist es wichtig sich vorher gut zu informieren.
Also was sind Veneers und wie funktionieren sie?
Definition Veneers
Veneers kann man bildlich wie eine neue Robe für Zähne betrachten. Denn hierbei handelt es sich um hauchdünne, lichtdurchlässige Keramik- oder Kunststoffschalen die individuell für die Zähne maßgefertigt werden. Wie ein Gewand umschließen sie den Zahn und können somit eine Vielzahl von ästhetischen Problemen kaschieren und korrigieren.
Bei der Behandlung wird ein Teil der Schmelzschicht der Zähne vom Zahnarzt leicht oberflächlich abgeschliffen. Folgend werden die dünnen Verblendschalen mit einem speziellen Kleber auf die Zähne aufgeklebt und haften bei guter Pflege länger als 10 Jahre. Besonders beliebt ist dieses Verfahren bei kleinen Schönheitsmakeln der Frontzähne, da das Endergebnis nahtlos in das natürliche Lächeln übergeht.
Wann und wo werden Veneers eingesetzt?
Veneers haben eine unglaubliche Spannbreite an Einsatzmöglichkeiten.
Sie eignen sich zur ästhetischen Zahnkorrektur zahlreicher kleiner Schönheitsfehler. Besonders für Patienten mit Angst vor zahnmedizinischen Eingriffen bieten sie eine perfekte Lösung, denn Veneers sind eine weniger invasive Alternative für ästhetische Verfahren wie Kronen oder Implantate.
Doch bei welchen Zahnproblemen bieten Veneers konkret eine Lösung? Hier die möglichen Probleme, bei denen der Eingriff eingesetzt werden kann:
Ob Veneers für Sie die richtige Lösung sind, klären wir gerne gemeinsam in einem persönlichen Gespräch.
Jetzt Rückruf anfordernDie verschiedenen Veneer-Arten
Zahnärzte unterscheiden grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Veneer-Arten. Die Wahl der Art hängt dabei von den Bedürfnissen und Voraussetzungen des Patienten ab. Die Optionen unterscheiden sich nach Material, Stärke und Anbringung und variieren demnach auch bei den Kosten stark.
Konventionelle Veneers:
Herkömmliche Veneers werden bisher am häufigsten in der ästhetischen Zahnheilkunde eingesetzt. Sie bestehen aus dem biokompatiblen Material Keramik und haben eine Stärke von etwa 0,5 bis 1 Millimeter.
Jede Verblendschale wird zunächst im Labor an den Zahn angepasst und maßangerfertigt. Sie erfordern in der Regel eine sorgfältige Präparation des Zahns, was das Abschleifens einer dünnen Zahnschmelzschicht, oft unter Anästhesie, miteinschließt. Wie viel abgeschliffen werden muss, hängt vom Zustand der Zähne ab. Im Anschluss wird die Keramikhülle in ungefähr einer halben Stunde mit einem speziellen hochfesten Komposit-Klebstoff auf den Zahn geklebt.
Dieses Verfahren ermöglicht eine starke widerstandsfähige Bindung und hohe Qualität und bietet somit eine langlebige, dauerhafte Lösung.
Non-Prep-Veneers (z.B. Lumineers):
Non-Prep-Veneers sind eine spezielle und weniger invasive Unterart der Veneers. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass auf das Abschleifen oft verzichtet werden kann und lediglich eine Grundreinigung der Zähne benötigt wird. Die Keramikschalen haben mit durchschnittlich 0,3 mm eine geringere Stärke.
Das Verfahren kann ohne örtliche Betäubung durchgeführt werden, da die Verblendschalen direkt auf die Zahnoberfläche appliziert werden. Der Zeitaufwand ist somit deutlich geringer als bei konventionellen Veneers und ist vor allem für Angstpatienten interessant.
Die sogenannten Lumineers sind auch dieser Art unterzuordnen.
Kunststoff- oder Komposit-Veneers:
Die Kunststoff- oder Komposit-Veneers unterscheiden sich im Material von der herkömmlichen Version. Sie bestehen aus zahnmedizinischen Kunststoffen und werden direkt vom Zahnarzt auf den Zahn aufgebaut.
Ihr Nachteil ist ihre Kurzlebigkeit. Im Vergleich zu konventionellen Veneers sind sie nicht sehr robust oder widerstandsfähig und dienen in den meisten Fällen eher als Übergangslösung.
Veneers-to-Go:
Veneers-to-Go sind, wie es der Name schon sagt, Veneers, die sofort und in nur einer Sitzung auf den Zahn angebracht werden. Dabei handelt es sich um vorgefertigte Verblendschalen, die als schnelle Lösung aufgeklebt werden können. Diese Methode ist von allen Verfahren die kostengünstigste, da alles vor Ort in der Praxis passiert und keine Maßanfertigung gemacht wird.
Der Nachteil dieser Methode ist die Anpassungsunfähigkeit. Durch den Verzicht auf eine individuelle Anfertigung sind die standardisierten Keramikplättchen nicht für jede Zahnform geeignet.
Lesetipp:
Sie wissen nicht, welche Veneer-Art die richtige für Sie ist? In diesem Artikel finden Sie einen ausführlichen Vergleich aller Optionen: „Welche Veneers passen zu mir? Ein Vergleich von Materialien und Methoden"
Veneers Vorteile
Veneers bieten zahlreiche Vorteile. Sie kombinieren Ästhetik und Funktion mit einem authentischen Ergebnis und stellen somit eine der wichtigsten und beliebtesten Behandlungsoptionen der ästhetischen Zahnmedizin dar.
Veneers Nachteile
Durch das notwendige Anschleifen der Zahnoberfläche wird ein Teil der natürlichen Zahnsubstanz unwiederbringlich entfernt. Manche Patienten bemerken danach eine vorübergehend erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kälte oder Wärme. Das legt sich in der Regel, sollte aber einkalkuliert werden.
In seltenen Fällen können sich Veneers lösen oder brechen, besonders bei harten Lebensmitteln wie Nüssen oder bei unzureichender Pflege. Auch Zahnfleischentzündungen oder Karies sind möglich, wenn die Schalen nicht präzise angepasst wurden und sich an den Kontaktstellen Bakterien ansiedeln.
Doch der wohl wichtigste Punkt: Veneers sind ein irreversibler Eingriff. Das Präparieren der Zähne lässt sich nicht rückgängig machen, da die natürliche Zahnstruktur dauerhaft verändert wird.
Eine Ausnahme bilden Non-Prep-Veneers, bei denen auf das Anschleifen verzichtet werden kann.
Eine gute Beratung und sorgfältige Durchführung sind daher keine Option, sondern Voraussetzung.
Zahnarzttipp von Dr. Machon:
„Veneers sind ein wunderbares Verfahren, aber eines, das handwerkliches Können und Erfahrung voraussetzt. Was ich meinen Patienten immer erkläre: Die Qualität eines Veneers entscheidet sich nicht nur im Labor, sondern vor allem bei der Präparation. Wie viel Zahnsubstanz abgetragen wird, wie präzise die Schale angepasst wird und wie sorgfältig die Kontaktstellen abgedichtet werden – das macht den Unterschied zwischen einem Ergebnis, das 15 Jahre hält, und einem, das nach wenigen Jahren Probleme macht."
Wie läuft eine Veneer-Behandlung ab?
1. Beratung und Planung
Am Anfang steht eine ausführliche Beratung, in der gemeinsam mit Ihnen die beste Vorgehensweise für die gewünschten Ziele besprochen wird. In einem solchen Gespräch sollten Sie offen Ihre Wünsche, Probleme und Vorstellungen äußern. Daraufhin kommt es zur Untersuchung Ihres aktuellen Zustands durch den Zahnarzt und Sie erhalten einen individuellen Kostenvoranschlag, den Sie eingehend prüfen können.
2. Vorbereitung
Im Rahmen der ersten Sitzung werden die Zähne gründlich gereinigt und für die Veneers präpariert. Die Zahnoberfläche wird leicht abgeschliffen, sodass sie befestigt werden können und die Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit gesichert werden kann. Dieser Schritt ist besonders für ein möglichst natürliches Endergebnis notwendig und wird meist mithilfe einer örtlichen Betäubung durchgeführt.
Von den vorbereiteten Zähnen nimmt der Zahnarzt dann einen präzisen Abdruck, welcher für die Herstellung der individuellen Verblendschalen im Labor eine unverzichtbare Grundlage ist. In der Wartezeit zwischen der ersten Sitzung und dem Ergebnis bekommt der Patient provisorische Veneers aus Kunststoff, um die Zähne zu schützen und Empfindlichkeiten der abgeschliffenen Zähne zu vermeiden.
3. Herstellung
Sobald der Abdruck genommen wurde, wird dieser an ein zahntechnisches Labor geschickt. Dort können die Zahntechniker die Veneers individuell je nach Wünschen innerhalb kürzester Zeit herstellen. Der ästhetische Zahnersatz kann in Farbe und Form angepasst werden, sodass die Veneers nahtlos ins natürliche Lächeln übergehen und vor allem den Vorstellungen der Patienten entsprechen.
4. Anpassung und Anbringung
Nach zufriedenstellender Anfertigung der Keramikschalen entfernt der behandelnde Zahnarzt zunächst das Provisorium und die Klebereste. Erst wenn die Veneers alle Anforderungen des Patienten erfüllen, werden Zähne und Verblendschalen mit einem Kompositkleber verbunden und anschließend mit einer Blaulichtlampe ausgehärtet.
Die angewandte Klebetechnik, die in der Fachsprache Adhäsivtechnik genannt wird, benötigt durchschnittlich 20 bis 30 Minuten pro Zahn.
Kosten und Kostenfaktoren
Veneers sind leider sehr kostspielig, besonders wenn sie individuell im Labor für den Patienten angefertigt werden. Der Preis pro behandelten Zahn kann zwischen 300 und 2.000 € liegen.
Allgemein kann man jedoch keine genauen Angaben zu den Preisen geben, denn die Kosten variieren in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren wie:
Fazit
Also: Was sind Veneers?
Veneers sind eine der vielseitigsten Methoden der ästhetischen Zahnmedizin. Ob Zahnlücken, Verfärbungen, Fehlstellungen oder unregelmäßige Kanten – für viele kleine Schönheitskorrekturen bieten sie eine schonende, langlebige und natürlich wirkende Lösung.
Was sie besonders macht: Das transluzente Keramikmaterial imitiert das natürliche Lichtspiel echter Zähne so überzeugend, dass kaum jemand den Unterschied bemerkt. Funktion und Ästhetik gehen dabei Hand in Hand.
Gleichzeitig ist eine Veneer-Behandlung eine Entscheidung, die gut überlegt sein sollte. Der Eingriff ist in den meisten Fällen nicht umkehrbar. Eine ehrliche Beratung, die Ihre individuelle Situation berücksichtigt, ist daher der wichtigste erste Schritt.
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In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit für Sie und schauen gemeinsam, welche Lösung wirklich sinnvoll ist – für gesunde, starke und schöne Zähne!
Welche Wege zu schönen Zähnen führen – von Prophylaxe über ästhetische Zahnmedizin bis hin zu Implantologie und biologischer Zahnmedizin – erfahren Sie in unserem großen Überblicksartikel „Schöne Zähne bekommen: Ihre Möglichkeiten“.